Lernbereiche

Katholische Kindertagesstätte St. Franziskus

Lernbereiche

Unsere Kinder können im Gruppenalltag aktiv und selbstbestimmt auf abwechslungsreiche Spielbereiche zurückgreifen. Während ihrer Entdeckungstour werden sie durch unsere Fachkräfte situationsorientiert begleitet und unterstützt. Hierbei ist es uns besonders wichtig, dass den Kindern ermöglicht wird, erlebte Situationen gemeinsam zu reflektieren und zu verarbeiten.

Aufgrund der individuellen Bedürfnisse bieten unsere Fachkräfte täglich verschiedene Aktivitäten, damit die Kinder in ihren Talenten gefördert und an Lern- und Erfahrungsfelder aus dem Niedersächsischen Orientierungsplan herangeführt werden.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

 

Sprache und Sprechen

Sprachliche Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der nie abgeschlossen ist. Er umfasst sowohl das Sprachverständnis wie auch die Sprechfähigkeit. Sprache hilft, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Darum ist es für die Tageseinrichtung für Kinder eine zentrale Aufgabe, die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten der Kinder zu fördern. Sprachförderung ist eingebettet in die alltägliche Arbeit. Diese setzt eine differenzierte Vorgehensweise voraus, die individuelle Unterschiede berücksichtigt und die unterschiedlichen Lebenswelten der Kinder in Betracht zieht. Verbale und nonverbale Formen der Kommunikation bilden eine wichtige Grundlage. Erzieher-/innen beeinflussen mit ihrem Sprachgebrauch die sprachliche Entwicklung der Kinder stark und sind aufgefordert, das eigene sprachliche Verhalten laufend zu reflektieren.

Ästhetische Bildung

Der Lernbereich der ästhetischen Bildung umfasst alle Sinneserfahrungen und deren Verbindung zueinander. Musische, bildnerische und sprachliche Erfahrungen gehören ebenso wie der Bereich der Bewegung zur ästhetischen Bildung. Die Kinder erfahren einen kreativen Umgang mit den erlernten Fähigkeiten.

Emotionale Entwicklung

Grundlage für emotionales und soziales Lernen sind die gemeinsam geteilten Überzeugungen und Werte sowie die Achtung der emotionalen Grundbedürfnisse. Elementare Bedürfnisse sind u. a. Sicherheit und Geborgenheit. Diese erfahren die Kinder durch enge Beziehungen zu den pädagogischen Mitarbeitern-/innen und zu anderen Kindern. Ein soziales Verhalten setzt emotionale Kompetenz voraus. Das bedeutet, sich seiner und der Gefühle anderer bewusst zu sein, sie wahrzunehmen, zu verstehen und zu regulieren. Für ihre emotionale und soziale Entwicklung brauchen Kinder eine wertschätzende Atmosphäre, Verlässlichkeit, Respekt und Akzeptanz und die Erfahrung von Empathie.

Entwicklung kognitiver Fähigkeiten

Kinder bilden kognitive Fähigkeiten aus, indem sie Erfahrungen auf der Grundlage sinnlicher Wahrnehmungen machen. Sie entwickeln daraus ein Bild von der Welt und ordnen ihre Erfahrungen entsprechend ein. Wichtig dabei ist, die Eigenaktivität der Kinder zuzulassen, sie zu unterstützen und den Verlauf eines Lernprozesses ergebnisoffen zu gestalten – ohne Zeitdruck und in einem vom Kind bestimmten Lernrhythmus. Grundlage kognitiven Lernens ist eine differenzierte Wahrnehmung. Die kognitive Entwicklung wird durch den Erwerb von Lernstrategien gefördert, die eine kreative Auseinandersetzung mit konkreten Gegenständen und komplexen Situationen braucht. Kinder erleben, dass ihre dingliche und soziale Umwelt beeinflussbar ist und ihre Ideen und Vorstellungen ernst genommen werden. Fehler werden dabei als Lernherausforderung gesehen, aus denen individuelle Schlussfolgerungen gezogen werden.

Ethische und religiöse Fragen

Jeder Mensch hat existenzielle Fragen und ist auf der Suche nach Orientierung. Kinder sind von sich aus aktiv und bestrebt, ihrer Welt einen Sinn zu geben und Antworten zu finden. Sie brauchen die Auseinandersetzung mit religiösen und weltanschaulichen Fragen und Traditionen. Kinder benötigen positive Grunderfahrungen wie Geborgenheit, Vertrauen und Angenommensein und können diese in der Tageseinrichtung für Kinder erfahren. Erwachsene stellen ihre eigenen Wertvorstellungen als Orientierung zur Verfügung und helfen dadurch den Kindern, eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln.

Körper – Bewegung – Gesundheit

Kinder erschließen sich aktiv handelnd ihre Welt. Bewegungserfahrungen dienen als Anreiz für die körperliche und seelische Entwicklung des Kindes. Gesundheit und Wohlbefinden sind mit regelmäßiger Bewegung eng verbunden. Die Hirnforschung zeigt, dass die sozialemotionale und kognitive Entwicklung unmittelbar mit Bewegung verknüpft ist. Bewegungsfreude wird durch Freiräume gefördert, in denen sich Kinder draußen und drinnen bewegen können. Zum gesunden Auf-wachsen gehören u. a. eine positive Körperwahrnehmung, ausreichend Ruhe und Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung und angemessene Hygiene.

Lebenspraktische Kompetenzen

Kinder verfügen von klein auf über einen starken Willen etwas selber zu tun. Das lebenspraktische Tun bietet eine Fülle von Lerngelegenheiten, wodurch das Kind eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Selbständigkeit entdecken kann. Die lebenspraktische Kompetenz knüpft direkt an die häuslichen Erfahrungen des Kindes an. Der Sinn dieser Tätigkeiten muss nicht erklärt werden, er ergibt sich aus dem Handeln. Dabei ist der Erwachsene ebenso Vorbild wie Kinder unterschiedlichen Alters.

Mathematisches Grundverständnis

Die Bildung des mathematischen Grundverständnisses umschließt die Bereiche der räumlichen Orientierung, der Farb-, Form- und Größenwahrnehmung. Das Verständnis von Mengen- und Größenunterschieden sowie der simultanen Mengenerfassung gehören ebenso dazu wie das Zahlenverständnis im Zahlenraum 1 bis 10. Direkt mit der Ausbildung des mathematischen Grundverständnisses verbunden sind ein einfaches Zeitverständnis, das Erkennen und Benennen von Würfelbildern sowie die Begriffsbildung von: messen, vergleichen, ordnen, Struktur und Menge.

Natur und Lebenswelt

Die Begegnung mit der Natur in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und Erkundungen im Umfeld der Tageseinrichtung erweitern und bereichern den Erfahrungsschatz der Kinder. Sie lassen sie teilhaben an einer realen Welt und bietet die Chance zum Erwerb von Weltwissen, Forschergeist und lebenspraktischen Kompetenzen.